Wann ist Filme online schauen legal?

Im Internet gibt es viele Möglichkeiten Filme und Serien zu streamen oder downzuloaden. Doch viele dieser Anbieter wie kinox.to & Co. bewegen sich im grauen Bereich und das Nutzen ihrer Dienste ist nicht legal. Werdet ihr erwischt, müsst ihr mit rechtlichen Konsequenzen und Abmahnungen rechnen.Wir erklären euch in einer kurzen Anleitung auf was ihr achten müsst, wenn ihr legal Filme im Internet anschauen wollt.
So erkennt ihr illegale Streaming-Seiten im Internet:

Online Filme schauen ist meist illegal, wenn …

1) … du für sie nichts zahlen musst – und auch keine Werbung zu sehen ist

Generell ist es nicht verboten kostenlose Filme im Internet anzusehen.
Der Knackpunkt ist das Urheberrecht. Laut Gesetz (UrhG) hat der Schöpfer eines Werkes – also der Urheber – das Recht über die Veröffentlichung seines Werkes zu bestimmen. Ist das Werk bereits veröffentlicht, darf der Urheber laut §15 UrhG auch über Verbreitung und Vervielfältigungen seines Werkes entscheiden und muss dafür entsprechend vergütet werden. Geschützte Werke können dabei auch Filmwerke sein.

Doch nicht nur der Anbieter, der die Filme illegal veröffentlicht hat, macht sich strafbar. Schaust du illegal veröffentlichte Filme an, dann hast zu zwei Möglichkeiten:
Entweder Streamen oder Downloaden.
Beim Downloaden speicherst du Filmdatein auf deinem Rechner und hast damit eine Vervielfältigung vorgenommen. Doch auch beim Streamen, wird die Datei im Zwischenspeicher des Rechners gespeichert, was einer Vervielfältigung gleichkommen würde.
Obwohl sich Streaming in der rechtlichen Grauzone befindet und hierfür noch keine einheitliche Rechtsprechung besteht, wird empfohlen illegales Streaming besser nicht zu riskieren.

Außerdem wird nach §11 UrhG auch eine angemessene Vergütung für die Nutzung des Werkes festgelegt. Im Internet gibt es nichts umsonst! Dass die Produzenten und Filmemacher nicht an der Vervielfältigung des Filmes mitverdienen, merkt ihr meist daran, dass ihr zum einen nichts für den Filmgenuss zahlen müsst. Natürlich gibt es Ausnahmen wie Myvideo, Clipfish, Youtube und Mediatheken von Sendern wie RTL usw. bei denen ihr kostenlos legal Filme ansehen könnt. Doch dort werden die Abgaben an die Filmemacher meistens durch Werbeeinnahmen auf den Webseiten generiert.
Seht ihr auf den Webseiten dieser kostenlosen Filmanbieter also keine Werbung, dann solltet ihr auf jeden Fall vorsichtig sein und weitere Prüfungen vollziehen, bevor ich den Anbieter nutzt.

Hier kannst du kostenlose Filme auf Myvideo suchen!

2) … du auf der Webseite aktuelle Kinofilme und bisher als DVD unveröffentlichte Filme findest

Findet ihr auf fraglichen Webseiten aktuelle Kinofilme oder Filme, die bisher noch nicht als DVD veröffentlicht wurden, dann kann leicht erkannt werden, dass es sich dabei um illegal zur Verfügung gestelltes Filmmaterial handelt. Auf Grund der Wertschöpfungskette werden Filme von den Urhebern in einer ganz bestimmten Reihenfolge vermarktet um maximalen Gewinn heraus zu holen. Am Anfang dieser Kette steht meist die Veröffentlichung im Kino. Filme sind nie parallel zum Kinostart onlineabrufbar.

3) … die Qualität des Films sehr schlecht ist oder das Mitfilmen aus dem Kinosaal erkennbar ist

Am Anfang jeder Kinovorstellung findet ihr den Hinweis, dass das Mitschneiden eines Films, das Benutzen von Kameras und Videoaufnahmen verboten sind. Dennoch werden viele Filme illegal aus dem Kinosaal heraus gefilmt und anschließend ins Internet gestellt. An der Qualität der Filmaufnahmen wie z.B. schlechte Auflösung, unstimmige Lichtverhältnisse, schlechter Kontrast, sichtbare Kinosaal-Umgebung und verwackelte Aufnahmen können illegal online gestellte Filme erkannt werden.

4) … dir der Name des Anbieters nichts sagt und dieser auch keine Werbung treibt

Große Video on Demand Anbieter wie Maxdome, Netflix, Amazon Prime Instant Video oder Watchever sind uns allen ein Begriff. Durch Werbekampagnen und bekannte Markennamen wie „Amazon“ kann die Seriosität erkannt werden. Anbieter, die keinerlei Werbung treiben und nicht in der breiten Öffentlichkeit bekannt sind, sind zwar nicht generell illegal – bei ihnen sollte man aber auf jeden Fall Vorsicht walten lassen.

5) … der Anbieter kein seriöses Impressum auf seiner Webseite hat

In Deutschland herrscht Impressums-Pflicht. Jeder Anbieter, der einen Dienst im Internet anbietet, muss dem Nutzer ein Mindestmaß an Transparenz und Information über seine Person oder Personengruppe liefern. Ist ein Anbieter durch sein Impressum nicht zu identifizieren, oder gibt es erst gar kein Impressum, dann wird geraten, die dort angebotenen Filme nicht zu konsumieren.

6) … der Anbieter auf seriösen Vergleichsseiten nicht zu finden ist

Die besten Film-Anbieter werden regelmäßig auf Vergleichswebseiten wie bd-genius.de und in Zeitschriften-Artikeln vorgestellt. Auch Chip stellt des Öfteren VoD-Anbieter vor. Ist hier der fragliche Anbieter nicht zu finden, dann solltest du vorsichtig sein und lieber nochmal in entsprechenden Foren recherchieren.

7) … du die ausgesuchten Filme (auch unbewusst) an Andere weitergibst

Das so genannte „Filesharing“ ist definitiv illegal und sollte vermieden werden. Mit Hilfe spezieller „Tausch“-Programme können Nutzer Filme auf Plattformen kostenlos ansehen. Doch was viele nicht wissen: Auf Seiten wie „Popcorn Time“ oder „cuevana.TV“ ist der Zuschauer dabei gleichzeitig auch Anbieter von Filmen und macht sich somit strafbar. Bei diesen Tauschbörsen haben andere Nutzer die Möglichkeit die Filme, die man gerade angesehen hat, vom eigenen PC zu laden. Somit macht man sich beim Filesharing der Vervielfältigung strafbar.

Interessante Rechtsurteile zum Thema „Filesharing“ findest du hier.

Abmahnung – Was tun?

Wer trotz aller Warnung illegal Filme im Internet angeschaut hat, den kann eine Abmahnung erwarten. Wie geht man mit einer solchen Abmahnung um? Wichtige Tipps findest du hier.

Legale Alternativen zu den illegalen Streaming Portalen findest du auf unserer Vergleichsseite bd-genius.de.
Mit Anbietern wie Maxdome, Netflix, Amazon Prime Instant Video, Watchever, Snap und Co. kannst du nichts falsch machen und bewegst dich auf jeden Fall im legalen Bereich.